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Teil 3 – „Das Social Media Portal ‘Pinterest’ – neuer Star oder Gefahr?“

  • 14. Dezember 201214/12/12
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Eine Gefahr ist ein neues Medium immer dann, wenn es sich, nachdem man Zeit und Geld investiert hat, als “Eintagsfliege” entpuppt und keine nachhaltigen Effekte bietet. Bei Pinterest kann man diese Befürchtungen getrost vergessen. Laut Nielsen Social Media Report von 2012 rangiert der Senkrechtstarter Pinterest inzwischen sogar vor Google+. Im Zeitraum Juli 2011 bis Juli 2012 zählte das Portal allein in den USA über 27 Millionen Besucher. Im Moment ist Pinterest der größte Aufsteiger unter den sozialen Netzwerken und mittlerweile auch in Deutschland ein Star. Von einer bleibenden Präsenz der “Pins” kann man ausgehen, da sich “amerikanische Verhältnisse” – wie schon bei Facebook oder Twitter bewiesen – durchaus auf den deutschen Markt übertragen lassen. Und deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich die Sache, speziell im Hinblick auf die Immobilienwelt, einmal genauer anzuschauen.

Was ist Pinterest und warum ist dieses Netzwerk so erfolgreich?
Der Name ist ein Wortspiel und er setzt sich aus dem englischen “Pin” (anpinnen oder anheften) und “Interest” (Interesse) zusammen. Das Netzwerk und die darin enthaltenen “Pins” sind öffentlich zugänglich, d.h. ein reiner Betrachter muss sich nicht zwingend anmelden. Durch das “Anpinnen” von Bildern und Videos, z.B. durch hochladen auf Pinterest, oder durch einfache Verklinkung aus externen Quellen wie Flickr, Picasa, Youtube, Vimeo usw., kann man zudem seine eigenen Interessen (“was mir gefällt”) auf seiner virtuellen Pinterest-Pinwand dokumentieren. Der besondere Clou bei Pinterest ist: Hat man sich einmal angemeldet, kann man – egal auf welcher Website man sich bewegt – einfach den “Pin it!-Button” in den Lesezeichen des eignen Browsers klicken (wird bei der Anmeldung erstellt) und schon landet die Grafik oder das Video auf dem eigenen Pinterest-Kanal. Einfacher geht’s nicht und dieser schnelle Zugriff ist ein wesentlicher Baustein des Erfolgs dieses Netzwerks.

Die soziale Idee von Pinterest ist, sich mit anderen über Hobbys, Einkaufstipps – eben Interessen – auf visuelle Art auszutauschen. Man kann die Medien “liken” (gefällt mir) und auch “repinnen”, also eine Kopie auf seinen eigenen virtuellen Pinterest-Kanal stellen. Die “virale Verbreitung” eines “Pins” geschieht dann, wenn ein Foto oder ein Video besonders vielen Nutzern gefällt und diese es wiederum mit ihren Kontakten teilen.

Warum ist Pinterest so interessant für das Immobilienmarketing?

  • Der Fokus von Pinterest liegt auf der optischen Wahrnehmung und Darstellungen von Immobilien über Fotos, Illustrationen, 3-D-Animationen und Videos sind für eine breite Zielgruppe interessant. Allein diese Aspekte legen den Einsatz dieses Mediums für die Immobilienwirtschaft besonders nahe.
  • Pinterest hat bereits jetzt das Potential, nennenswerten Traffic auf einer verlinkten Website zu erzeugen und durch die Backlinks den Page Rank, also die eigene “Sichtbarkeit” im Internet zu verbessern (Stichwort SEO / Suchmaschinenoptimierung). In USA hat Pinterest inzwischen sogar Yahoo als Traffic-Bringer überholt. Quelle Shareaholic
  • Pinterest wurde 2010 gegründet und ist schneller gewachsen als Facebook. Also sicher kein kurzfristiger Hype. Man kann heute guten Gewissens unterstellen, dass es weiterhin eine bedeutende Rolle in den sozialen Netzwerken spielen wird. Ein Engagement bei Pinterest kann also auf Langfristigkeit ausgelegt werden.

Konkrete Empfehlung für den Umgang mit Pinterest:

  • Nutzen Sie das neue und kostenfreie Angebot, sich einen “Business Account” anzulegen.
  • Stellen Sie unbedingt sicher, dass Sie auch die entsprechenden Nutzungsrechte an allen hochgeladenen Medien besitzen. Gerade jetzt – nach Ende der “Schonfrist” des neuen Datenschutzgesetzes ab 01.09.2012 – lauern in Deutschland wieder die Abmahner.
  • Achten Sie auf eine möglichst hohe optische Qualität der Fotos, Illustrationen etc. damit Ihre Medien “das Auge des Nutzers” auch erreichen.
  • Hinterlegen Sie bei allen “Pins” Ihre relevanten Keywords, damit sie bei relevanten Suchanfragen auch tatsächlich gefunden werden.
  • Interagieren Sie mit anderen Nutzern, zumindest bei Kommentaren oder Fragen zu dem von Ihnen angebotenen Content. Schließlich ist Pinterest ein soziales Netzwerk und Authentizität dient der positiven Reputation Ihres Unternehmens.
  • Treten Sie in Ihrem Business Account dennoch nicht allzu werblich auf. Pinterest kann interessierte Nutzer auf Ihre Website bringen – und erst dort können und sollen Ihre Objekte ausführlich beworben werden.

Und denken Sie daran: Pinterest ist inzwischen auch eine große Suchmaschine. Und wieviel Marktmacht von Suchmaschinen ausgeht, erleben wir täglich in zunehmendem Maß.

Kritik an Pinterest, gibt’s einen Haken?

Dem Portal wird häufig vorgeworfen, Tür und Tor für Copyright-Verletzungen zu öffnen. Tatsächlich passieren Verstöße gegen national gültige Nutzungsrechte sehr häufig. Der Grund: Nutzer, die das Copyright nicht beachten oder einfach ignorieren. Denn es braucht nur einen einzigen Klick, um eine fremde Grafik zur “eigenen” zu machen. Dass man Pinterest in den USA dafür den Hahn abdrehen wird, halte ich für mehr als unwahrscheinlich. Andere Social Media Plattformen wie Facebook, Youtube und Co. dürften sonst auch nicht mehr existieren.

Fazit: Mit einem Engagement auf Pinterest haben Sie die Möglichkeit, mit relativ wenig Zeitaufwand die Besucherzahl und die natürliche Sichtbarkeit Ihrer Internetpräsenz nachhaltig zu erhöhen. In diesem Sinne – “Pin it!”

Im nächsten Blog bespreche ich das Thema „Backlink-Aufbau – aber richtig“. Kommentare, Fragen, Kritik und Anregungen willkommen.

Herzlich
Henning Holweger

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